The Shock of the Fall (Nachruf auf den Mond) - Nathan Filer

Das Buch: 


320 Seiten / Taschenbuch / 9,20 Euro (englisch)

Hardcover / 19,99 Euro (deutsch)

E-Book / 10,50 Euro (englisch)

E-Book / 17,99 Euro (deutsch) 



Inhalt:


»Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.« 

Matthew Homes ist ein begnadeter Erzähler, und Patient der Psychiatrischen Klinik in Bristol. Um dort dem trostlosen Alltag zu entfliehen, schreibt er seine Geschichte auf – und die seines Bruders Simon, der im Alter von elf Jahren während des Campingurlaubs in Cornwall starb. Selbst nach zehn Jahren gibt sich Matthew immer noch die Schuld am Unfalltod seines Bruders. Doch eigentlich ist Simon für ihn gar nicht tot – und Matthew auch kein gewöhnlicher 19-Jähriger. Matthew leidet an Schizophrenie.



Meine Meinung:


"The Shock of the Fall" war für mich das erste englische Buch seit Jahren. Ich habe bis ich mitten im Buch war gar nicht gewusst, dass es sich dabei um "Nachruf auf den Mond" handelt. 


Zum Inhalt gibt es eigentlich nicht wirklich viel zu sagen. Matthew meint, er wäre Schuld am Tod seines Bruders, der im Alter von elf Jahren im gemeinsamen Familienurlaub gestorben ist. Matt selber war zu der Zeit erst neun. Da er den Tod nicht verwinden kann, landet er in der Psychiatrie mit der Diagnose Schitzophrenie. 


Ich wusste eigentlich gar nicht, was mich in dem Buch erwartet, weil der englische Klappentext fast nichts ausgesagt hat. Es war nur ein kurzer Ausschnitt aus den Anfangsseiten des Buches. Das Buch hat mich total überrascht, denn der Autor hat es perfekt verstanden, dem Leser die Zerrissenheit des Protagonisten näher zu bringen. Es sind nicht nur die andauernden Zeitsprünge, die einen ähnliches wie Matt fühlen lassen, sondern auch die Art, in der das Buch umgesetzt ist. Mal sind Worte quer über die Seite geschrieben oder Matt hat abwechselnd mit dem Computer oder mit der Schreibmaschine geschrieben. Das alles ist dann noch mit von Matt gemalten Bildern garniert. 


Die Geschichte hat mich total in ihren Bann gezogen, einfach weil trotz des wirklich schlimmen Themas doch sehr warmherzig und mit viel Liebe zu Simon - so hieß Matts Bruder - geschrieben ist. Manchmal hat es mich fast zu Tränen gerührt, zwischendrin habe ich nicht selten eine Gänsehaut bekommen. 


Wer sich für das Thema Schitzophrenie interessiert, darf sich "Nachruf auf den Mond" nicht entgehen lassen. Ich finde, das Buch ist völlig zu Recht mit einem Preis (Costa Book Award 2013) ausgezeichnet worden. 

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