Schwarztee - Anni Bürkl

Das Buch:

 

323 Seiten / Taschenbuch / 11,90 Euro

E-Book / 9,99 Euro

 

 

Inhalt:

 

Das beschauliche Altaussee im Salzkammergut. In Berenike Roithers neu eröffnetem Teesalon trifft man sich zur Lesung des skandalumwitterten Autors Sieghard Lahn. Die Gäste nippen am Tee, schmökern in den Büchern, lassen sich von Stimme und Auftreten des Dichters faszinieren. Doch ein Besucher steht zur Pause nicht mehr auf und schnell ist klar: Der Journalist Robert Rabenstein wurde ermordet. Kein guter Auftakt für Berenikes beruflichen Neuanfang. Weil die polizeiliche Aufklärung schleppend läuft, ermittelt die Tee-Lady auf ihre Weise und hat dabei manch eigenartige Begegnung. Wem ist Rabenstein, der sich anscheinend sehr für die Machenschaften des boomenden Esoterik-Business interessierte, mit seinen Recherchen zu nahegetreten? Was verbirgt seine Frau, die Schottin Shanna MacDonald? Und wer ist der geheimnisvolle, gut aussehende Mann, der neuerdings zu der Autorenrunde gehört, die sich in ihrem Salon trifft? Berenike wird es herausfinden - auch wenn sie sich dazu im fernen Wien der eigenen Vergangenheit stellen muss ...

 

 

Meine Meinung:

 

Ich habe vor kurzem erst "Frau Benedikt und das Gute in jedem Menschen" gelesen, welches mir ganz gut gefallen hat. Bei dem Titel "Schwarztee" konnte ich nicht widerstehen und musste den ersten Teil der Berenike-Roither-Reihe ebenfalls lesen. 

 

Berenike (der Name gefällt mir schon total gut) möchte nichts anderes als ihre Vergangenheit vergessen und sich ein neues Leben im Touristenort Altausee in Österreich aufbauen. In ihrem wunderschönen Teesalon geschieht aber während der Lesung eines bekannten Autors ein Mord. Als Berenike unter Verdacht gerät, diesen Mord begangen zu haben, forscht sie auf eigene Faust. 

 

Besonders gut hat mir gefallen, dass es sich hier nicht um einen Krimi handelt, der die Ermittlungsarbeit der Polizei im Fokus hat. Berenike macht sich ihre eigenen Gedanken und befragt Menschen, die irgendwie mit dem Toten zu tun hatten oder zur Zeit der Lesung im Teesalon waren. Dabei ist der Ablauf so authentisch aufgebaut, dass einem klar wird, dass Berenike keinerlei Ahnung von polizeilicher Ermittlung hat. Sie hat einfach das getan, was ihr in den Sinn kommt und auch mal daneben gegriffen, so wie es uns als Leser in diesem Fall auch geschehen würde. 

 

Der Schreibstil ist relativ einfach gehalten und man merkt sehr deutlich, dass die Autorin aus Österreich kommt. Es gibt in dem Buch einige Begriffe und Redewendungen, die ich nicht kannte, aber sofort verstanden habe. Wie auch schon in "Frau Benedikt" spielt der Buddhismus im Leben der Protagonistin eine große Rolle. Ich fand diesen Einblick ebenso interessant wie die kurze Erklärung der Teesorten, die Berenike in den einzelnen Kapiteln getrunken oder den Gästen angeboten hat. Ein wenig genervt haben mich die vielen englischen Ausdrücke, die immer mal wieder auftauchen (beispielsweise "...by the way..." um etwas zu unterstreichen). Allerdings war es nicht so schlimm, dass ich die weiteren Bücher nicht lesen würde. 

 

Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und sind entweder mit einer Teesorte oder mit einem Zitat über Tee überschrieben, wobei der als Kapitel genannte Tee dann auch immer im Kapitel in der einen oder anderen Weise vorkam. Im Anhang ist ein kleines Teekompendium enthalten, in dem nochmals in Stichworten alle im Buch vorkommenden Teesorten sowie die Zubereitungsart erklärt werden. 

 

Nach kurzen Einstiegsschwierigkeiten hat mir das Buch richtig gut gefallen und ich werde den nächsten Teil der Reihe - er heißt "Ausgetanzt" - auch bald lesen. Für einen Tag wie heute, einem verregneten Sonntag, ist "Schwarztee" genau das richtige. 

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