Die Australierin - Ulrike Renk 

Das Buch: 


544 Seiten / Taschenbuch / 12,99

E-Book / 7,99



Inhalt: 


Von Hamburg nach Sydney Als Tochter eines Werftbesitzers wächst Emilia in Hamburg auf. Sie soll eine gute Partie heiraten, aber nicht den Mann, in den sie sich verliebt hat. Carl Gotthold Lessing ist der Großneffe des berühmten Dichters. Er hat ein Kapitänspatent erworben und sich Geld geliehen, um ein Schiff zu bauen. Er will Emilia heiraten, doch ihre Familie ist strikt gegen diese Verbindung. Die beiden beginnen, nachdem Lessing von seiner ersten großen Fahrt zurückgekehrt ist, eine Affäre. Als ein Hausmädchen sie verrät, kommt es zum Bruch. Emilia beschließt, mit ihm zu reisen. In Südamerika kommt ihr erstes Kind zur Welt, in Hamburg das zweite. Doch sie haben ein anderes Ziel: Australien. Die spannende Geschichte einer Auswanderung, die auf wahren Begebenheiten beruht.



Meine Meinung:


Ich habe den Namen Ulrike Renk schon des Öfteren gehört, habe aber bisher noch nie ein Buch von ihr gelesen. Aber das wird sich ab sofort ändern. 


Emilia wächst in der Nähe von Hamburg bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf, nachdem ihre Eltern nach England ausgewandert sind. Als sie sich in Carl Gotthold verliebt, ist ihre Familie strikt dagegen, dass sie ihn heiratet, da sie nur eine Verbindung mit einem Mann eingehen soll, die dem Geschäft von Onkel und Tante weiterhilft. Aber Emilia folgt ihrem Herzen und heiratet Carl trotz aller Widrigkeiten, die sich den beiden in den Weg stellen. Das beinhaltet auch, dass Emilia von nun an als Kapitänsfrau auf der "Lessing" mit ihrem Mann die Welt bereisen muss. Anders als der Titel des Buches aussagt, spielt nur ein kleiner Teil der Geschichte in Australien. 


Das hört sich alles gar nicht so wahnsinnig spektakulär an, finde ich. Bis ich im Nachwort gesehen habe, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt. Obwohl es sich um einen historischen Roman handelt, kommt nur ein tatsächliches öffentliches historisches Ereignis vor, nämlich der Hamburger Brand aus dem Jahr 1842. Falls man also Wert auf politische Inhalte oder Ähnliches legt, sollte man dieses Buch nicht lesen. Falls mein ein Buch sucht, das gut für die Seele ist, liegt man mit "Die Australierin" genau richtig. Denn die Geschichte um Emilia und Carl ist mit so viel Herz geschrieben, dass man als Leser einfach beide lieben muss. Daher freue ich mich auch sehr, dass es noch zwei weitere Bücher über die Familie geben wird, die ich natürlich auch lesen werde. 


Das Buch begleitet uns von Emilias jüngster Kindheit bis zu ihrem Leben als gestandene Frau mit Enkelkindern. Leider gibt es einige sehr große Zeitsprünge, die mich etwas verwirrt haben,  z. B. hat Emilia plötzlich viel mehr Kinder als im Abschnitt davor, die neuen Begebenheiten werden zwar kurz angerissen, setzen sich aber nicht wirklich fest. Da hätte ich sehr gerne die ausführliche Geschichte gelesen, wobei mich auch nicht gestört hätte, wenn das Buch an die 1000 Seiten umfasst hätte. Ich war total froh, dass ich genügend Zeit zum Lesen hatte, so musste ich nicht für unsinnige Dinge wie essen oder schlafen unterbrechen. 


Der zweite Teil der Familiensaga "Die australischen Schwestern" erscheint am 21. August 2015. Hier geht es um die Geschichte von Emilias Enkelin Carola, die wir im ersten Teil kurz kennen lernen durften. 



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