Die Buchspringer - Mechthild Gläser

Das Buch: 

 

384 Seiten / Hardcover/ 17,95 Euro

E-Book / 13,99 Euro



Inhalt: 


Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt: Schir Khan, der Tiger aus dem Dschungelbuch, hat stets wertvolle Ratschläge für sie, während Goethes Werther zwar seinen Liebeskummer in tintenhaltigen Cocktails ertränkt, Amy aber auch ein treuer Freund ist, seit sie ihn vor den Annäherungsversuchen der Hexen aus Macbeth gerettet hat. Lediglich die Idee, Oliver Twist Kaugummi zu schenken, war nicht die beste … Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist. Worauf hat es der geheimnisvolle Attentäter wirklich abgesehen? Die mit dem Seraph-Phantastikpreis ausgezeichnete Autorin Mechthild Gläser schafft in „Die Buchspringer" spannende, fantasievolle Unterhaltung mit viel Atmosphäre, einem Hauch Romantik und witzigen Wiedererkennungseffekten. Ein fesselnder Schmöker mit viel Humor!



Meine Meinung: 


Welcher Vollblutleser hat sich noch nie gewünscht in sein Lieblingsbuch springen zu können? Während der Lektüre von "Die Buchspringer" kann man einen Hauch einer Ahnung bekommen, was alles passieren kann, sollte man zu sowas in der Lage sein und sich wagen, sich in die Handlung einzumischen. 


Amy Lennox verbringt die Sommerferien mit ihrer Mutter Alexis auf einer winzigen Insel in Schottland. Dort findet Amy heraus, dass sie die Fähigkeit hat in Bücher zu springen. Doch diese Fähigkeit hat nicht nur schöne Seiten, denn es wird eine ermordete Romanfigur am Strand von Stormsay gefunden. Das ist aber noch nicht alles. Irgendwer mischt sich in die Geschichten in den Büchern ein und verändert ihren Verlauf. Das kann Amy nicht auf sich sitzen lassen und versucht denjenigen zu finden, der die Literaturwelt gefährdet. 


Da es sich um ein Kinder- und Jugendbuch handelt, ist die Sprache nicht besonders anspruchsvoll. Daher habe ich das Buch wohl auch in zwei Tagen so weg lesen können. Die Autorin hat sich Einiges einfallen lassen. Beispielsweise ermittelt sie zusammen mit Werther, bekannt aus "Die Leiden des jungen Werther" von Goethe, die Vorfälle, die dazu führen, dass bekannte Bücher plötzlich weniger Seiten haben oder nicht mehr bedruckt sind. Das ist aber nicht das einzige Werk, aus der die Autorin sich Protagonisten ausgeliehen hat. Ich denke, dass gerade junge Leser dadurch auf Klassiker aufmerksam gemacht werden könnten. 


Für mich hatte das Buch etwas märchenhaftes, so dass ich ohne Probleme in die Geschichte eintauchen konnte. Die Stimmung im Buch war trotz des traurigen Themas nicht wirklich düster, viel mehr wurde gerade im Zusammenhang mit Werther (der im Übrigen einer meiner Lieblingsfiguren in "Die Buchspringer" war) Situationskomik eingewoben. 


Da ich zuvor bereits "Stadt aus Trug und Schatten" gelesen hatte, war mir eigentlich klar, dass mir "Die Buchspringer" auch gefallen wird. Wenn man keine hohe Literatur erwartet und sich auf die Figuren und die Handlung einlassen kann, kann ich das Buch wärmstens empfehlen. 

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