Tochter der Angst - Alex Berg

Das Buch: 

 

352 Seiten / Taschenbuch / 9,99 Euro

E-Book / 9,99 Euro

Hörbuch / 9:02 Stunden / 13,92 Euro



Inhalt:


Als die Oberärztin Marion sich in Paris auf einen Auslandseinsatz bei „Ärzte ohne Grenzen“ vorbereitet, lernt sie bei einer befreundeten Familie das syrische Flüchtlingsmädchen Zahra kennen. Marion allein gelingt es, das Vertrauen des verstörten Kindes zu gewinnen, und bald schon schließt sie die Kleine in ihr Herz. Was sie nicht weiß: Es handelt sich um die Tochter eines politisch sehr einflussreichen Wirtschaftsbosses aus Syrien, die ganz und gar nicht zufällig nach Frankreich gelangte, sondern Teil eines äußerst brisanten Deals ist. Ehe sichs Marion versieht, geraten sie und das Mädchen zwischen die Fronten und in Lebensgefahr.



Meine Meinung:


Spätestens nachdem ich "Machtlos" von Alex Berg verschlungen habe, wurde mir klar, dass dies eine Autorin sein wird, von der ich jedes neu erschienene Buch lesen werde. 


Marion ist mit ihrem Leben in Hamburg unzufrieden. Sie ist Oberärztin, ihre Kinder sind aus dem Haus und ihr Mann und sie haben sich auseinander gelebt. Dann bietet sich ihr die Chance für ein Jahr bei "Ärzte ohne Grenzen" ins Ausland zu gehen. Sie kommt bei einer Familie in Paris unter, die sie schon seit ihrer frühesten Kindheit kennt. Dort möchte sie sich auf den Auslandseinsatz vorbereiten und trifft auf Zahra, ein kleines Mädchen, dass geradewegs aus Aleppo kommt und in Paris erst einmal aufgenommen wird. Und hier beginnt die Geschichte um Macht, Intrigen und Hass, die dieses Buch zu einem spannenden Thriller machen. 


Alex Berg schreibt Thriller, die nicht gerade einfach weg zu lesen sind. Dort gibt es Verwirrungen und politische Begebenheiten, die an den Leser so leicht heran getragen werden, dass man zwar etwas langsamer lesen muss als man es bei anderen Thrillern tun würde, der Geschichte aber jederzeit folgen kann. Hier geht es um Syrien und um einen der wichtigsten wirtschaftlichen Machthaber in diesem Land. Marion Sanders gerät  nur langsam in diesen Strudel und weiß anfangs gar nicht, wie ihr geschieht. Da geht es ihr wie dem Leser, der aufgrund der Perspektive des Ermittlers ab und an einen minimalen Wissensvorsprung hat. Diesen Ermittler, Claude Baptiste, habe ich im Laufe des Buches sehr in mein Herz geschlossen und würde mir sehr wünschen, dass es noch ein Buch mit ihm als handelnde Person gibt. Die anderen Figuren des Buches sind mir nicht sehr nahe gekommen, was aber wohl daran liegt, dass die Kapitel relativ kurz sind und jedes Mal aus Sicht einer anderen Person geschrieben ist. Das hat aber dem Sog des Buches gar nicht geschadet, ganz im Gegenteil. 


Ich kann das Buch reinen Gewissens an alle Thrillerliebhaber weiter empfehlen. 



Kommentar schreiben

Kommentare: 0