Die Tote von Kalkgrund - Heinrich Dieter Neumann

Das Buch: 

 

220 Seiten / Taschenbuch / 9,99 Euro

E-Book / 9,99 Euro

 


Inhalt: 


Firma weg, Frau weg, Boot weg Simon Simonsen hat in kürzester Zeit alles verloren, was ihm etwas bedeutet hat. Es begann mit dem Verkauf seiner Hoch-und-Tiefbau-Firma an einen Geschäftsmann, der sich als Zugabe Simons Frau Lisa angelte. Als er sich nun auch von seinem geliebten Segelschiff Seeschwalbe trennen muss, trösten Simon nur noch sein Flachmann und Frau Sörensen, die segelohrige Hundedame. In einem dieser wenig ruhmreichen Momente schlägt die Polizei bei ihm auf: Die Kriminalkommissare Helene Christ und Edgar Schimmel überbringen die Nachricht, dass vor Kalkgrund eine Leiche gefunden wurde die seiner Frau Lisa. Simon ist der Hauptverdächtige, da ein Zeuge Lisa am Tag ihres Todes auf der Seeschwalbe gesehen haben will. Während Edgar Schimmel den Fall schon als gelöst betrachtet, gräbt Helene Christ etwas tiefer und redet sich ein, dies nicht nur deswegen zu tun, weil sie sich zu Simon hingezogen fühlt ...



Meine Meinung:


Im letzten Jahr durfte ich in den Genuss kommen, eine Lesung von Dieter Neumann zu besuchen. Nachdem er sein Buch vorgestellt hatte, war mir klar, dass ich "Die Tote von Kalkgrund" auf jeden Fall lesen muss. 


Simon Simonsen hat alles verloren, seine Firma, seine Frau und nun musste er auch noch sein Boot verkaufen. Als ihm dann mitgeteilt wird, dass seine Frau ermordet wurde, kommt es noch härter: Er wird verdächtigt, sie umgebracht zu haben. Angeblich gibt es Zeugen, die gesehen haben wollen, dass er an ihrem letzten Tag mit ihr auf seinem Boot unterwegs war. Helene Christ und ihr Kollege Edgar Schimmel ermitteln daraufhin und stoßen auf kriminelle Machenschaften. 


"Die Tote von Kalkgrund" ist der Auftakt zu einer Serie um Helene Christ, die mir im Übrigen das ganze Buch über sehr sympatisch war. Wie das nun mal in Büchern dieser Art ist, hat sie ein Gespür dafür, was real ist und was ihr in den diversen Verhören aufgetischt wird. Etwas skurril fand ich Edgar Schimmel, der nicht nur einen seltsamen Namen hat, sondern auch noch dazu neigt, seine junge Kollegin nicht ernst zu nehmen. Zwischen dem ernsten Thema, das im Hintergrund lauert, hat der Autor es nicht versäumt etwas Humor einfließen zu lassen. Das tut dem Buch unglaublich gut, denn Simon Simonsen verbreitet aufgrund seines zur Zeit nicht sehr gemütlichen Lebens eine eher trübe Stimmung. Das Buch ist genau richtig um sonntags nachmittags auf der Couch zu sitzen und gemütlich etwas über das Segeln, eines der Hobbies des Autors, und natürlich über den Mordfall zu lesen. Der Fall an sich ist nicht besonders verworren, obwohl der Leser doch ab und an mal auf eine falsche Fährte geschickt wird. 


Der zweite Fall "Mord an der Förde" erscheint am 21. Juli 2015. Heinrich Dieter Neumann hat noch zwei weitere Thriller veröffentlicht: "Die Narben der Hölle" und "Das Erbe der Wölfin". 


Wer den Autor auch einmal live bei einer Lesung in NRW erleben möchte, ist zur Lesung am 27.6.2015 um 19 Uhr im Unperfekthaus in Essen (Friedrich-Ebert-Straße 18, 45127 Essen - Raum 154) herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Allerdings muss für das Unperfekthaus Eintritt bezahlt werden. Mehr über das Unperfekthaus könnt ihr hier erfahren: UpH

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