Der Mann, der kein Mörder war - Michael Hjorth, Hans Rosenfeldt (Hörbuch)

Das Buch:

 

624 Seiten / Taschenbuch - 9,99 Euro

auch als E-Book erhältlich - 9,99 Euro

 

Das Hörbuch: 

 

16 Stunden, 4 Minuten

Douglas Welbat (Sprecher)

14,95 Euro

Inhalt:


In der Nähe eines Waldstücks bei Västerås in Schweden finden Kinder eine Leiche. Bei der Identifizierung stellt sich heraus, daß der aufgefundene Junge Schüler eines Elitegymnasiums war und seit Tagen als vermißt galt. Da die örtliche Polizei mit dem Fall überfordert ist, reist der Stockholmer Kommissar Höglund an und nimmt gemeinsam mit seinem Team die Ermittlungen auf. Die Lösung des Falles bringt mehr als nur ein dunkles Geheimnis ans Licht ... Der Mann, der kein Mörder war wird gelesen von Douglas Welbat und ist ein spannendes Hörbuch, das den Zuhörer von der ersten bis zur letzten Minute fesselt.


Meine Meinung:


Ich scheine im Moment eine Glückssträhne zu haben, was Hörbücher angeht. Die Reihe von Hjorth/Rosenfeldt wollte ich mir schon etwas länger zu Gemüte führen. Da die Kritiken, die ich gelesen habe, zum größten Teil positiv waren, wusste ich auch schon, worauf ich mich einlasse. 


Stell dir vor, du verlierst von einer Sekunde auf die andere deine Frau und deine kleine Tochter und findest nicht mal ihre Leichen. Dann weißt du in etwa, wie Sebastian Bergman, der Protagonist dieser Serie, sich fühlt. Er hat mich sehr stark an Patrick Jane von "The Mentalist" erinnert. Er ist depressiv, ihm ist alles egal und er tut, was er für richtig hält, ganz egal, was andere darüber denken. Dabei ist er manchmal auch sehr undurchschaubar. So mag ich die Hauptdarsteller von Serien gern. 


Aber da war doch noch was... Ach ja, der Mordfall! Mehr oder weniger zufällig gerät Sebastian Bergman in das Ermittlerteam, das den Mord an einem Jugendlichen aufklären soll. Der Junge wurde in einem Waldstück gefunden und übel zugerichtet. Die Befragungen ergeben, dass er beliebt war, aber warum musste er sterben? 


Der Erzählstil des Buches ist genauso, wie ich es am liebsten mag. Die Charaktere werden eingehend vorgestellt, so dass man sofort merkt, dass es sich nur um eine Serie handeln kann. Das Seelenleben der wichtigsten Charaktere werden durchleuchtet und manches bekommt einen Sinn, weil man einfach weiß warum diejenigen handeln wie sie eben handeln. Dabei ist es durchgehend spannend, weil der Leser (oder Hörer) zusammen mit dem Ermittlerteam immer neue Details heraus findet. Ganz kurze Parts sind aus der Sicht des Mörders geschrieben, so dass man erfährt, warum er den Jungen umgebracht hat, man erfährt aber erst am Schluss wer er ist.


Der Sprecher - Douglas Welbat - war mir bisher gar kein Begriff. Aber ich muss sagen, dass er seine Sache richtig gut gemacht hat. Er hat eine sehr angenehme Stimme und liest das Buch den Szenen gerecht vor. Die Charaktere bekommen von ihm zwar eigene Stimmbilder, aber nicht so extrem, dass man genervt ist.


Es sind bisher noch drei weitere Teile erschienen, die ich auch alle in der nächsten Zeit hören werde:

Die Frauen, die er kannte - Teil 2

Die Toten, die niemand vermisst - Teil 3

Das Mädchen, das verstummte - Teil 4 


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