Ein plötzlicher Todesfall - J. K. Rowling (Hörbuch)

Das Buch:

 

576 Seiten / gebundenes Buch

auch als E-Book erhältlich

24,90 Euro - E-Book 9,99 Euro

 

Das Hörbuch: 

 

19 Stunden 7 Minuten

Christian Berkel (Sprecher)

8,99 Euro

 

Klappentext:


Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen arm und reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und Schülern. Und dass Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat. Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen – einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt?

J.K. Rowlings erster Roman für Erwachsene ist getragen von britischem schwarzen Humor, stimmt nachdenklich und steckt voller Überraschungen.


Meine Meinung:


Wie so viele Menschen bin ich Fan der Harry-Potter-Reihe. Ich habe mich lange gescheut, ein Buch außerhalb der Serie von der Autorin zu lesen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich nicht vielleicht zu hohe Ansprüche stelle. Jetzt habe ich es gewagt und bin sehr überrascht worden.


Barry Fairbrother stibt plötzlich - wie es der Titel schon sagt - und hinterlässt nicht nur seine Familie und seinen Ort Pagford, sondern auch noch seinen Sitz im Gemeinderat. Der rote Faden ist schnell erzählt: Es geht darum, wer die Stelle von Barry im Rat einnimmt. Aber, das war nicht alles, denn Frau Rowling hat sich sehr viele Gedanken um die Bevölkerung des Ortes gemacht und das merkt man in jeder Zeile. Hier wird nämlich nicht nur von der Wahl erzählt - das würde nämlich die fast 600 Seiten nicht rechtfertigen - sondern um all die Geschehnisse, ob positiv oder negativ, die drumherum noch passiert sind. 


Das Buch ist wie aus dem Leben gegriffen. Es gibt nette, freundliche Leute, die nur helfen wollen und eigentlich zu gut für diese Welt sind, dann gibt es die Hinterlistigen, die nett tun und einem den Dolch in den Rücken stechen wollen und auch Diejenigen, die für jeden sichtbar gar keine netten Menschen sind. Während der Erzählung dieser Geschichte wechselt die Sichtweise immer wieder von Person zu Person und der Leser erfährt viel über die heimlichen Gedanken desjenigen, aus dessen Sicht gerade geschrieben wird. Nach längerem überlegen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Frau Rowling einfach gut Charaktere entwickeln und vor allem vorstellen kann. Vielleicht hat dies auch bei der Harry Potter Reihe den Reiz ausgemacht. Dort hatte ich genauso wie bei diesem Buch das Gefühl mittendrin zu stecken. 


Ich habe von diesem Buch etwas ganz anderes erwartet und dachte, dass es einfach eine simpel dahin geschriebene Geschichte ist, weil die Autorin noch mehr Geld scheffeln möchte. So ist es ganz und gar nicht. Allerdings habe ich mich schon gefragt, ob ich auch so begeistert von dem Buch wäre, wenn ich es gelesen hätte. Denn der Sprecher - Christian Berkel - hat die Stimmung im Buch perfekt eingefangen und auch die Stimmen der einzelnen Personen ihrem Charakter entsprechend hervorragend umgesetzt. Positiv zu erwähnen ist noch, dass die Lesung ungekürzt ist, so dass dem Hörer im Vergleich zum Leser nichts verborgen bleibt. 


Wenn ihr in der Lage seid, das Buch unabhängig von der Harry-Potter-Reihe wahrzunehmen, solltet ihr es auf jeden Fall versuchen. Ich konnte mich kaum von dem Hörbuch losreißen und habe es in jeder freien Minute gehört. J. K. Rowling hat unter dem Pseudonym Robert Galbraith zwei weitere Bücher herausgebracht (Der Ruf des Kuckucks und der Seidenspinner) auf die ich mich auch schon sehr freue. 

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