Die Reliquienjägerin - Sabine Martin

Das Buch:

 

509 Seiten / Taschenbuch

auch als E-Book erhältlich

9,99 Euro - E-Book 7,99 Euro

 


Klappentext:

 

1349. In Europa wütet die Pest. Juden werden verfolgt und ermordet. Auch Rebekka flieht aus ihrer Heimatstadt Rothenburg nach Prag. Unterwegs schließt sie sich dem Ordensritter Engelbert an, der für König Karl Reliquien jagt. Karl hält das Erscheinen der mutigen jungen Frau für ein göttliches Zeichen und betraut sie mit einer gefährlichen Mission: Gemeinsam mit Engelbert soll Rebekka die wertvollste Reliquie des Christentums suchen. Doch ein mächtiger Gegner, der das Geheimnis um Rebekkas Herkunft kennt, will dies um jeden Preis verhindern.... 

 

 

Meine Meinung:

 

Ich muss zugeben, dass ich von der Autorin bisher noch kein Buch gelesen habe und mir der Name völlig unbekannt war. Mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich ziehe in Erwägung die beiden Vorgänger "Die Henkerin" und "Die Tränen der Henkerin" ebenfalls zu lesen. 

 

Rebekka bat Menachem ist Jüdin und lebt mit ihrer Familie in Rothenburg ob der Tauber. Als die Christen drohen, alle Menschen im Judenviertel zu töten, flüchtet Rebekka nach Prag. Dort begegnet sie Engelbert von der Hardenburg, der als Ordensritter für König Karl IV. auf Reliquienjagd geht. König Karl ist sehr gläubig und möchte in seiner neuen Burg in Prag noch mehr Reliquien sammeln, als er jetzt schon sein eigen nennt. Da Rebekka als Einzige die wertvollste Reliquie des Christentums suchen kann, schwebt sie in Lebensgefahr. 

 

Anfangs war es etwas schwierig für mich, die fremden Namen - die jüdischen Namen - zu behalten, aber nach und nach hat auch das gut geklappt. Die Autorin hat bewusst viele jüdische Worte einfließen lassen, was mir sehr geholfen hat, mich in die Geschichte hinein zu versetzen. Obwohl ich Rebekka anfangs etwas seltsam fand, konnte ich mich recht schnell mit ihr anfreunden. Was mir dabei geholfen hat, war wohl eher der Umstand, dass Rebekka sich immer weiter entwickelt hat. Die Verwirrung und die Angst der Protagonistin konnte ich das ganze Buch über regelrecht spüren, denn im Laufe der Geschichte wusste sie eigentlich nie, wem sie vertrauen kann. 

 

Die Kapitel sind relativ lang und enthalten verschiedene Handlungsstränge, so dass man auch zwischendrin ohne aus dem Lesefluss zu kommen unterbrechen kann. Am Anfang des Buches ist eine grobe Karte des Gebietes, um das es in dem Buch geht und am Ende ein Glossar mit den Erklärungen mit jüdischen Worten. Ich habe das Glossar allerdings nicht gebraucht, weil das meiste im Zusammenhang erklärt wurde. 

 

Alles in allem hat mich das Buch neugierig gemacht und zwar auf König Karl IV., über den ich mich bestimmt weiter informieren werde. Ich kann hier eine hundertprozentige Leseempfehlung aussprechen. 

 

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